Zeitlich ist das Frühbiedermeier zwischen 1815-1820 einzuordnen und weist Einflüsse des Louis XVI-Stils und des Empire auf. Das eigentliche Biedermeier umfasst die Zeitspanne von 1820 - 1850, wobei ab etwa 1830 schon Einflüsse des Louis Philippe bemerkbar sind.
Kennzeichnend für das Biedermeier sind klare schlichte Formen und das Fehlen von Ornamenten. Einzige Schmuckelemente sind die Variationen und die Maserung der Furnierhölzer. Die Beine der Stühle sind meist vierkantig, sich nach unten verjüngend und hinten geschwungen. Die meist ungepolsterste, offene Rückenlehne der Stühle erforderte eine schmückende und zugleich eine stabilisierende Ausgestaltung mit Vasen, Fächerstäben, Mittelzungen und auch plastischen Schnitzereien.Die Originalstoffe des Biedermeier waren einfarbig, gestreift, oder mit großblumigen Mustern versehen.